Schlechte Kreditberatung Verträge überprüfen lassen

Nachdem die Kanzlei Köhne- Heinrich- Fiedler bereits im letzten Jahr darüber berichtet hat, schlägt nun auch die Zeitschrift Finanztest in seiner aktuellen Ausgabe (02/2007) Alarm und warnt vor zunehmender Schlechtberatung der Banken bei der Kreditvergabe.

Spätestens nach den vielen Urteilen des BGH aus den letzten Jahren müssen sich die Banken an strikte Form- u. Inhaltsangaben in den Verbraucherdarlehen halten. Doch wie sich zeigt, tun sich die Banken immer noch schwer, die Vorgaben des Verbraucherschutzes ordnungsgemäß umzusetzen. So erhält längst nicht jeder Kunde in der Beratung ein schriftliches Angebot aus dem ein vergleichbarer Nominalzinssatz oder der Gesamtbetrag für die Kreditrückzahlung hervorgeht. Viele Banken versuchen weiterhin den Kunden teure Restschuldversicherungen anzudrehen, ohne auf die teilweise erheblichen Zusatzkosten aufmerksam zu machen. Sollte für die Kreditgewährung der Abschluss einer Zusatzversicherung sogar als Bedingung gemacht worden sein, stehen den Verbrauchern Anfechtungs- bzw. Rückabwicklungsansprüche zu. Zudem sind viele Verträge mit erheblichen Formfehlern versehen, aus denen sich ebenfalls Ansprüche des Kunden auf Rückzahlung begründen können. Die aktuelle Rechtsprechung ist aber auch für diejenigen Verbraucher interessant, die in finanzielle Schwierigkeiten geraten sind. So kann gerade in den Fällen, wo sich die Kunden aufgrund der schlechten Beratung in die Schuldenfalle begeben haben, eine nachträgliche Überprüfung der Kreditunterlagen als hilfreich erweisen, den noch ausstehenden Rückzahlungsbetrag auf ein erträgliches Maß zu senken. Fachkundige Beratungen erhalten sie für diesen Themenkomplex bei einem auf diesem Gebiet spezialisierten Rechtsanwalts.

Paul Köhne

Rechtsanwalt in der Kanzlei Köhne – Heinrich – Fiedler

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