Futura Finanz AG muss Schadensersatz zahlen Auch Verträge mit der Göttinger Gruppe betroffen!

Gerichte verurteilen den Futura Finanz Vertrieb wegen Beratungsverschulden bei Frankonia Sachwert AG und Deutscher Vermögensfonds I

Das Oberlandesgericht Stuttgart hat einem Kläger Recht gegeben und Schadensersatz zugesprochen, da ein Vermittler der Futura Finanz AG den Anleger über die Risiken seiner Beteiligung an der Frankonia Sachwert AG unzureichend informiert hat. Insbesondere wurde der Kläger nicht über das Risiko des Totalverlustes und mögliche Nachschusspflichten aufgeklärt und die Beteiligung insgesamt als sicher und risikolos dargestellt.

Ähnlich argumentierte auch das Landgericht Neuruppin in einem Urteil vom Oktober 2006. In diesem Fall verlangte die Klägerin gegenüber der Futura Finanz AG die Rückgängigmachung ihrer Beteiligung am Deutschen Vermögensfonds. Auch hier verurteilte das Gericht die Futura Finanz AG zu einer Rückzahlung in Höhe der gesamten Einlagezahlung wegen Verletzung von Aufklärungspflichten.

Anlegern, die ihre Verträge über die Futura Finanz AG vermittelt bekommen haben, ist daher grundsätzlich zu empfehlen, ihre Verträge anwaltlich überprüfen zu lassen. Denn längst ist nicht alles garantiert, was bei Vertragsschluss versprochen wurde, so dass in vielen Fällen nach Ende der Vertragslaufzeit die Anleger mit leeren Händen dastehen könnten.

Interessant sind die Urteile aber auch für die Anleger, die Anfang und Mitte der 90er Jahre ihre Beteiligungen an der Göttinger Gruppe über die Futura Finanz bezogen haben. Denn trotz der Beantragung des Insolvenzverfahrens können die Anleger in diesen Fällen noch Schadensersatzansprüche gegen das Vertriebsunternehmen geltend machen und so ihre Einlagezahlungen retten.

Paul Köhne, Cottbus, 11.06.2007

Rechtsanwalt in der Kanzlei Köhne – Heinrich – Fiedler

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