Göttinger Gruppe - Verjährung droht!  - Einlagen zurückfordern! -

von Paul Köhne

Fast alle geschädigten Anleger, die bei der Securenta AG atypische Beteiligungen gezeichnet haben, haben die Möglichkeit bis Ende des Jahres ihre Einlagen zurückfordern. Nach einem neuen Urteil des Bundesgerichtshofes besteht für Anleger unter bestimmten Umständen die Möglichkeit, ihre Einlagen zurückgezahlt zu bekommen.

Der BGH hat zugebilligt, dass Beteiligte die nur unzureichend über die Risiken und Hintergründe der Anlage aufgeklärt wurden, einen unmittelbaren Schadensersatzanspruch gegen die Securenta AG haben können. Tatsächlich könnten viele Anleger bei dem Werbegespräch von den Vertretern über einen möglichen Totalverlust bzw. über die Nachschusspflicht zum Geschäft getäuscht oder nur unzureichend über ihr Widerrufsrecht belehrt worden sein.

Der Anleger kann deshalb verlangen, so gestellt zu werden, wie er stünde, wenn er den Beteiligungsvertrag nie abgeschlossen hätte. Dabei ist ihm ohne Rücksicht auf die zwischenzeitlich eingetretenen Verluste seine Einlage in voller Höhe zurückzuerstatten. Es kommt nicht darauf an, ob die Anlage tatsächlich werthaltig ist.

Neben Schadensersatzansprüchen gegen die Gesellschaft haben Anleger Ansprüche gegen den Vorstand, den Prospektherausgeber und den Vermittler bzw. die Vertriebsgesellschaft.

Mit Ende des Jahres verjähren zahlreiche derartige Ansprüche. Anleger sollten sich daher rechtzeitig beraten lassen, um ihre Ansprüche nicht zum 31.12.2004 zu verlieren.

Paul Köhne, Cottbus, 08.06.2007

Rechtsanwalt in der Kanzlei Köhne – Heinrich – Fiedler

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